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Mein Weg in die Welt der Künstlichen Intelligenz: Erfahrungen aus dem Bachelor-Studium – Ein Interview

Mein Weg in die Welt der Künstlichen Intelligenz: Erfahrungen aus dem Bachelor-Studium – Ein Interview

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Künstliche Intelligenz (KI) ist eine Schlüsseltechnologie mit weitreichenden Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Daniel, 25, gehört zu den ersten Studenten, die KI studieren und zwar auch im allerersten Studiengang der Hochschule Landshut. Sein Praxis-Semester verbrachte er bei uns.

Daniels Arbeitsplatz bei x-log im Praxissemester

Daniel, stell dich doch bitte mal kurz vor: Wer bist du?

Ich bin Daniel, 25, und bin im Landkreis Freising groß geworden. Die Wissenschaft war für mich schon immer ein Thema, als kleines Kind habe ich schon immer ausgerechnet, wie ich am meisten Süßigkeiten mit meinem Taschengeld kaufen kann. Umso überraschender ist, dass ich nicht auf einem Gymnasium mein Abitur gemacht habe, sondern ich habe – als Französisch ins Spiel gekommen ist – auf die Realschule gewechselt. Im Anschluss an die Realschule, habe ich eine Ausbildung zum chemisch-technischen Assistenten gemacht und dabei gleichzeitig meine Fachhochschulreife erworben. Obwohl die Chemie eine interessante Wissenschaft ist, habe ich ab einem gewissen Wissensstand das Interesse verloren. Allerdings habe ich ein tieferes Interesse an der Mathematik gewonnen. Nach vier Semestern Mathematikstudium in Stuttgart habe ich allerdings auch hier gemerkt, dass reine Mathematik nicht das Richtige für mich ist. Zu meinem Glück, ist zu dem Zeitpunkt der Bachelor Studiengang „Künstliche Intelligenz“ in Landshut gestartet und nach ein bisschen Überlegen, habe ich mich entschlossen zu wechseln.

Warum studierst du KI?

Je mehr ich mich dann mit dem Thema KI auseinander gesetzt habe, desto mehr habe ich gemerkt, dass der Themenbereich die Dinge kombiniert, die ich aus der Chemie und der Mathematik am meisten gemocht habe: Daten auswerten (Chemie) und komplexe Zusammenhänge verstehen Ich denke, das Studium zu wechseln war die richtige Entscheidung. Zwar hätte ich weiter Mathematik studieren können. Dann stünde jetzt schon mit einem Bachelor in der Hand da und wäre schon fast mit dem Master fertig. Aber ich glaube nicht, dass ich damit auf lange Sicht glücklich geworden wäre.

Was findest du gut am Studiengang Künstliche Intelligenz?

Der Bachelor-Studiengang „Künstliche Intelligenz“ der Hochschule Landshut ist wirklich gut strukturiert. Man fängt an mit Grundlagen der Informatik und lernt Python schon im ersten Semester. Dabei erfährt man auch über die Anfänge der KI und was alles zu KI gehört. Dabei kommt auch die Mathematik nicht zu knapp. Die Inhalte und Dozenten sind allesamt gut – naja bis auf ein paar Ausnahmen vielleicht. Ein paar Sachen waren auch etwas chaotisch, was aber zu verzeihen ist. Schließlich bin ich der erste Jahrgang, und da kann schonmal etwas nicht ganz nach Plan verlaufen.

Bild: Studien- und Praxismodule des Studienganges B. Sc. an der Hochschule Landshut

Was ist für dich an diesem brandneuen Studiengang noch ausbaufähig?

Obwohl ich sehr zufrieden mit dem Studiengang bin, ist er noch lange nicht perfekt. Ein Inhalt, der zum Beispiel fehlt, ist der Hardware-Aspekt von KI. Wieviel Rechenleistung sollte ich einplanen, wenn ich einen Rechner für die Firma kaufen soll? Gerade wenn man in kleineren Firmen KI benutzen möchte, kann man es sich nicht unbedingt leisten 20 Grafikkarten mit der meisten Rechenpower zu kaufen. Sowas fehlt leider komplett, aber da man mit den Dozenten reden kann und die Wahlfächer relativ flexibel gestaltet werden können, ist es noch nicht zu spät das nachzuholen. Etwas anderes, was mir nicht gefällt, sind Fächer, die aus Bequemlichkeit aus anderen Studiengängen übernommen wurden. Ein Beispiel ist Bildverarbeitung. Wir haben dort mit einer alten Java-Library namens ImageJ klassische Bildverarbeitungsalgorithmen besprochen, wie Kantendetektion. ImageJ hat eine der schlechtesten Dokumentationen, die ich kenne, und keiner von den KI-Studenten wird jemals Java zur Bildverarbeitung nutzen. Warum wir nicht stattdessen OpenCV gemacht haben, oder eher Vor- und Nachteile der klassischen Bildverarbeitung gegenüber der Bildverarbeitung mit KI besprochen haben, verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Das Modul war einfach ein Wahlfach des Informatik-Studiengangs, und man dachte sich wohl „Ja super, Bildverarbeitung gibt’s ja schon!“

Welche Chancen siehst du für den Studiengang Künstliche Intelligenz ?

KI ist definitiv ein Thema, das uns noch eine Weile lang beschäftigen wird. Da jede Firma von den Möglichkeiten, die durch KI entstehen, profitieren kann und das Gebiet relativ komplex sein kann, braucht es Leute, die ein breites Wissen mitbringen. Deswegen ist der Studiengang wichtig und bietet viele Chancen. Ob es jetzt die Analyse von Zeitreihen, Bildverarbeitung oder Natural Language Processing ist, durch den Studiengang bringe ich in jedem Bereich genug Wissen mit, um mich schnell in die Problemstellung reinzudenken.

Wo siehst du dich in fünf Jahren Daniel?

Wenn ich in die Zukunft blicke, ist da noch nicht all zu viel geplant. Ich denke stark darüber nach, einen Master zu machen und mein Wissen noch weiter auszubauen. Eventuell danach sogar promovieren. Aber das ist alles nicht in Stein gemeißelt. Durch meine Machine Learning Dozentin werde ich im Februar erst einmal 3 Monate in San Francisco verbringen können. Wer weiß? Vielleicht ist es in San Francisco so toll, dass sich die Pläne ändern und ich dort versuche Fuß zu fassen. Ein Traum wäre natürlich bei einer großen Tech-Firma an etwas Großem, wie beispielsweise Chat-GPT, zu arbeiten. Aber da es etwas schwer ist in eine solche Firma reinzukommen, mache ich mir da nicht all zu viel Hoffnung

Meine Hobbies? Sammelkarten & Videospiele wie „Rocket League“ – typisches Nerd-Cliché halt!

Meine Hobbys erfüllen eigentlich die typischen Nerd-Clichés. Ich spiele sehr gerne Magic: The Gathering. Das ist ein Sammelkartenspiel, bei dem man sich ein Deck aus über 10000 Karten zusammenstellt. Es ist ein tolles Spiel, bei dem man Logik trainieren kann. Und dabei muss man nicht einmal das Spiel spielen, denn der Deckbau ist schon eine Denk- und Mathematikübung, beispielsweise wieviele Länder sind die richtige Anzahl für das Deck. Länder braucht man um überhaupt etwas spielen zu können, aber zu viele Länder führen dazu, dass man nichts zieht, das man spielen kann. Ansonsten spiele ich auch gerne Videospiele, wie zum Beispiel Rocket League. Das ist Fußball, aber mit Autos, die Raketenantrieb haben und somit fliegen können. Hierbei kommt es auf gute Teamarbeit, Reaktionszeit und auch auf ein bisschen Glück an.

Künstliche Intelligenz studieren? Für mich definitiv die richtige Entscheidung

Insgesamt betrachtet war der Wechsel zum Bachelor-Studiengang „Künstliche Intelligenz“ an der Hochschule Landshut definitiv die richtige Entscheidung für mich. Die strukturierte Herangehensweise, praxisnahe Ausrichtung und die Möglichkeit, flexibel Wahlfächer zu wählen, haben mir nicht nur ein breites Wissensspektrum vermittelt, sondern auch einen Einblick in die Realität der Branche ermöglicht. Abschließend kann ich den Bachelor-Studiengang „Künstliche Intelligenz“ an der Hochschule Landshut uneingeschränkt empfehlen. Die Kombination aus informativen Lehrinhalten, praxisnahen Erfahrungen und der Vielseitigkeit des Fachgebiets schafft eine solide Grundlage für eine vielversprechende Karriere in der aufstrebenden Welt der Künstlichen Intelligenz.

Mehr Informationen zum Bachelor Studiengang Künstliche Intelligenz an der Hochschule Landshut: https://www.haw-landshut.de/hochschule/fakultaeten/informatik/studiengaenge/kuenstliche-intelligenz-bachelor.html

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